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Am 12. März stand bei der FF Ortswehr Leuna ein OTS (Operativ-Taktisches Studium) im Haus am Hügel auf dem Ausbildungsprogramm. Pünktlich um 9:00 Uhr rückten 26 Kameraden mit ihren Fahrzeugen am Haus am Hügel an. Dort wurden sie von der Leiterin des Wohnheimes der Lebenshilfe, Frau Schmidt, begrüßt. Frau Schmidt zeigte sich von der großen Anzahl der Kameraden beeindruckt und stellte Herrn Asmus (als techn. Experten) und Herrn Erhardt (als externen Brandschutzingenieur) vor.

Ziel des Operativ-Taktischen Studiums ist es, alle feuerwehrrelevanten Tatsachen zu beleuchten und sich eine gute Kenntnis des Gebäudes und der Gefahrenschwerpunkte anzueignen. So kann schon das Hoftor, welches sich bei Stromausfall nicht mehr bewegen lässt, das erste Hindernis darstellen. Jeder Kamerad weiß nun, dass es dafür eine Entriegelungsmöglichkeit gibt, die es gestattet, das Tor manuell zu öffnen.

Danach wird die Brand-Meldezentrale in Augenschein genommen. Die jungen Kameraden werden im Dialog darüber informiert. Welcher Melder hat ausgelöst? Wo befindet sich der Brandherd? Welche Feuerwehrlaufkarte muss ich ziehen? Welche Angriffstaktik ist erforderlich? Nachdem darüber allgemeines Verständnis erreicht ist, zeigt uns Frau Schmidt ihr Wohnheim.

Die große Truppe setzt sich in Bewegung. Die einzelnen Gruppenbereiche werden besichtigt. Es fällt auf, dass es bei einem Feuerwehrplan eine kleine Differenz gibt. Das wird sofort korrigiert. Mittlerweile befindet sich der aktuelle Plan auch auf dem Einsatzfahrzeug. Ein Bewohner zeigt uns sein Zimmer; ein anderer macht gemeinsam mit uns Fotos. Hier und da gibt es einen netten Kontakt. Die Flure, die Zimmer und die Gemeinschaftsräume: Alles macht einen hellen wohnlichen und aufgeräumten Eindruck. Wir erfahren, dass momentan 39 Bewohner im Haus am Hügel wohnen. Alle gehen tagsüber einer Arbeit nach: ein Teil in einer Wäscherei andere in einer Küche und noch andere verpacken Tee und Kräuter.

Inzwischen sind die Feuerwehrleute auf dem Dachboden angelangt. Auf dem Dach befindet sich eine Solaranlage. Damit werden folgende Fragen aufgeworfen: Wie hoch ist die Spannung? Wo befindet sich die Wechselrichter? Welchen Mindestabstand muss ich im Brandfall beim Löschen einhalten? Natürlich wird beim Rundgang auch die Ölheizung begutachtet? Wo sind die Fluchtwege angeordnet? Im Gebäude gibt es auch einen Personenaufzug. Dadurch werden die Fragen akut: Wie kann ich bei Stromausfall die Tür entriegeln und ggf. die Kabine bewegen, um eingesperrte Personen zu befreien. Nach der Begutachtung der Fluchttreppen, wird noch ein Gruppenfoto im Außenbereich gemacht. Wieder im Außenbereich angekommen fällt auf, dass ein Hydrantenschild fehlt. Eine entsprechende Meldung wird an Eurawasser abgesetzt.

Im Abschlussgespräch kann der Heimleiterin durch den Wehrleiter Kam. Schieck ein guter Sicherheitsstandard bescheinigt werden. Aber „grau“ ist alle Theorie, natürlich wird sich in nächster Zeit eine Einsatzübung anschließen. Wir werden darüber berichten.

 

Georg Schicht