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Führung hat mit dem Menschen zu tun, der führt.

Hinter der Fähigkeit, Menschen  gut zu führen, steht  die Person, mit ihrer Lebensgeschichte, ihrem Werden und Wachsen, mit ihren Charaktereigenschaften, ihren Einstellungen.

Ich bin überzeugt, dass Menschen mit bestimmten Eigenschaften auch gute Führungskräfte sein können.

Um etwas zu reformieren braucht es zunächst einen Widerspruch, etwas fehlerhaftes, etwas, dass nicht recht ist und einer grundlegenden Erneuerung bedarf.

Welche Charaktereigenschaften machen eine Persönlichkeit zu einer Führungskraft, die auch reformieren kann?

Meine Gedanken gehen zurück zu Martin Luther. Was muss dieser Mensch für Charaktereigenschaften besessen haben? Was war das für eine Persönlichkeit, um die Reformation, mit so tiefgreifenden Auswirkungen auszulösen und sie mit zu(er) leben?

Meiner Meinung nach braucht es Mut zur Veränderungen und Mut zur Übernahme von Verantwortung. Woher nehme ich diesen Mut?

„ Furcht ist nichts Gutes. Darum muss man frei sein und mutig in allen Dingen sein und feststehen.“

                                                                                                                                                        (Martin Luther)

Um mutig zu sein, braucht es meiner Ansicht nach wiederum verschiedene Persönlichkeits-und Charaktereigenschaften der Führungsperson:

Ehrlichkeit, Standhaftigkeit, Durchsetzungsvermögen, Überzeugungskraft, Beharrlichkeit, Zutrauen in eigene Überzeugungen, Visionen und Ideen, Hilfsbereitschaft, Authentizität, Widerspruchsbereitschaft, die Fähigkeit, Nein sagen zu können, Demut, Respekt und Ehrfurcht, aber auch Humor, Leichtigkeit und Gelassenheit, Dankbarkeit, Liebe sowie die Gabe, in schwierigen Situationen besonnene Entscheidungen zu treffen.

Die Aufgabe war zu überlegen, wie ich das Unternehmen unter dem Reformationsgedanken leite:

  • Füreinander – Miteinander
  • Mit Empathie
  • Mit der Bereitschaft zu lernen
  • Grundlegende Ehrlichkeit im Miteinander der Leistungsträger und Leistungserbringer, für die optimale Bedarfsbefriedigung der Leistungsberechtigten, Transparenz und die Besinnung auf das Wesentliche
  • Kein Profitstreben steht im Vordergrund, sondern sicheres finanzielles Auskommen und Wohlergehen
  • Keine Konkurrenz – sondern Miteinander schaffen
  • Teilhabe statt Ausgrenzung
  • Veränderungen offen und neugierig begegnen
  • Zuwendung und Zuhören
  • Sinn-und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen

 

In diesem Zusammenhang fallen mir noch mehrere Schlagwörter ein, so zum Beispiel:

  • Gemeinsame Ziele, Solidarität, Akzeptanz, Toleranz und Vielfalt
  • Interesse am Menschen und der Aufgabe
  • Glauben und Vertrauen
  • Freundschaft
  • Mitgefühl, Achtsamkeit und Bewusstheit
  • Austausch - Feedback - Rückkopplung

Was lehne ich ab:

  • Blinden Gehorsam
  • Gleichgültigkeit und Ignoranz, Schweigen
  • Unehrlichkeit
  • Intoleranz und schlechte Nachrede
  • Feigheit
  • Oberflächlichkeit
  • Gier, Arroganz und Eitelkeit

Was sind die Stärken, die ich am meisten schätze:

  • Klarheit und Aufrichtigkeit
  • Loyalität und Bescheidenheit
  • Entschlossenheit, Überzeugung, Standhaftigkeit, Gauben und rechte Rede
  • Verlässlichkeit
  • Freundlichkeit
  • Konstruktive Kritikfähigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Fairness
  • Authentizität

Auch Luther hatte große Zweifel und Unsicherheiten, denn er stand zunächst allein in dieser Auseinandersetzung mit sich selbst und er hatte wenig Verbündete und glaubte oft, er sei des Teufels…

Ich möchte Vorbild sein mit meinem Wissen, meinen Fachkenntnissen und mit meiner Art und Weise, wie ich dieses vermittle.

Ich bin bemüht, die Individualität jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters anzuerkennen und zu tolerieren, damit wir in dieser Vielfalt gemeinsame Ziele entwickeln und erreichen können. Dabei lege ich sehr großen Wert auf das Wie vor dem Was und auf ein gemeinsames Miteinander.

Es ist nicht immer Zeit für Reformation im Wortsinne.

Als ich das Unternehmen 2013 übernommen habe, war in einigen Bereichen eine Reformierung, also eine Umgestaltung, eine Erneuerung notwendig und unabdingbar.

Aber auch im Umgang mit diesen schwierigen Veränderungen hatten wir die Chance, uns selbst als Persönlichkeiten mit all unseren Fähigkeiten, Fertigkeiten aber auch Unzulänglichkeiten zu erkennen und wahrzunehmen, sich selbst zu reflektieren, um zu entscheiden, wie jeder, unter einem gemeinsamen Ziel, diese Prozesse gestalten kann und möchte.

Mein Fazit: Auch Luther hätte den Prozess der Reformation nicht allein bewältigen können. Es braucht immer Viele, die den Gedanken auch umsetzen und mittragen.

„Respektiere dich selbst, respektiere andere und übernimm die Verantwortung für das was du tust.“ (Dalai Lama)

 

 

Danke an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens

Lebenshilfe Merseburg gemeinnützige Gesellschaft mbH!

 

Katrin Moses